Zusatzrente ansparen ist ein Kampf gegen die Inflation

Ein Mann im Alter Anfang 50 hat ein gutes Einkommen und Vermögen angesammelt. Er wünscht sich eine private Zusatzrente von monatlich 1.000 Euro. Sein Problem: Die Inflation. Eine Rente, die der Sparer heute anzielt, wird sich bis zum Tod verdoppeln, wenn man die Geldentwertung einrechnet.

Der Fall. Ein Mann ist 52 Jahre alt, Gutverdiener mit 2.500 Euro Rentenerwartung aus der gesetzlichen Rentenkasse. In 15 Jahren geht er in Rente und möchte im Ruhestand über 1.000 Euro Extrarente verfügen können. Er rechnet damit, 90 Jahre alt zu werden, braucht also 276 Monate lang bis zu seinem Tod 1.000 Euro. Machen wir zunächst die Milchmädchenrechnung. 276 mal 1.000 ergeben 276.000 Euro, die zum Rentenbeginn bereitliegen müssen. Das ist das Soll.

150.000 Euro liegen bereit

Im Haben des angehenden Rentners stehen 150.000 Euro. Dieses Kapital setzt sich aus einem Erbe von 50.000 Euro zusammen, das auf dem Festgeldkonto liegt. In diesem Jahr werden ihm außerdem 100.000 Euro aus einer Lebensversicherung ausgezahlt. Legt unser Mustermann seine 150.000 Euro in einen Fonds an, dann lässt sich gleich die Steuer herausrechnen: 4,0 Prozent Rendite pro Jahr minus 1,0 Prozent (= 25% Abgeltungssteuer) entsprechen 3,0 Prozent Nettorendite.

1.000 Euro Kaufkraft erfordern in 15 Jahren 1.350 Euro Rente

Mit diesen 3,0 Prozent rechnen wir. In 15 Jahren werden aus 150.000 Euro am Ende 280.000 Euro, wenn der Sparer seine bisher für die Lebensversicherung gezahlten 200 Euro weiterhin spart. Damit wäre doch das Ziel unseres Mustermannes erreicht, oder? Nein. Das Problem ist die Inflation. Schauen sie mal bzw. rechnen Sie es mit unserem Inflationsrechner selber nach:

Herr Mustersparer will in 15 Jahren eine Zusatzrente, die heute 1.000 Euro Kaufkraft wert ist. Bei 2,0 Prozent Inflation braucht der Mann für diese Kaufkraft in 15 Jahren eine Anfangsrente von rund 1.350 Euro. Wow! Das ist ein Drittel mehr als heute. Danach lebt der Mann noch 23 Jahre. Bis er mit 90 stirbt, sind also ab heute 38 Inflationsjahre vergangen. In seinem letzten Lebensjahr ist die Rente auf 2.100 Euro im Monat gestiegen – also das Doppelte der heute angestrebten 1.000 Euro. Was „kostet“ das?!

Aus 280.000 werden 390.000 Euro Bedarf

Wenn man wegen 2,0 Prozent Inflation entsprechende 2,0 Prozent Rentendynamik einrechnet, dann braucht der Mustermann in 15 Jahren ein Anfangskapital von 390.000 Euro, 110.000 Euro mehr als ohne Inflation gerechnet. In der Rentenphase wird vorsichtig mit 1,5 Prozent Rendite nach Steuern gerechnet, mit dem sich das Kapital derweil verzinst.

Wenn wir für die Sparzeit bis zum Rentenbeginn 3,0 Prozent nach Steuern unterstellen, dann „kostet“ unseren Mustermann das Rentenziel jeden Monat knapp 700 Euro Sparrate. Zieht man die 200 Euro Sparaufwand ab, die der Mann bisher für seine Lebensversicherung gezahlt hat und weiter spart, dann brauchen 1.000 Euro „echte“, weil inflationsgesicherte und bereits versteuerte Zusatzrente hier ziemlich genau 500 Euro Sparrate. Monat für Monat in den kommenden 15 Jahren bis zum Rentenbeginn mit 67.

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